(ursprünglich von 17.08.2013)
Während in Syrien ein ursprünglich von den Saudis und der Türkei initiierter Bürgerkrieg tobt und die USA in Jordanien Kämpfer gegen das Assad-Regime ausbilden, bombardieren die Saudis und ihre Alliierten die Stellungen der schiitischen Houthi-Aufständischen im Jemen. Im Augenblick sieht es danach aus, als ob nach dem Sturz des Assad-Regimes die Kämpfer des Islamischen Staates nach ihrem Vorstoss Richtung Damaskus die Macht in Syrien an sich reissen könnten. In Anbetracht dieser Entwicklung könnte auch Russland als Verbündeter Assads sehr bald im syrischen Bürgerkrieg intervenieren. Auch der Nachbarstaat Libanon ist innenpolitisch zunehmend durch den Bürgerkrieg in Syrien direkt betroffen.

Im Irak wird heute der gesamte Nordwesten des Landes vom Islamischen Staat von der eroberten Staat Mossul aus beherrscht. Bis anhin ist es trotz der Bombardierungen der USA und ihrer Alliierten nicht gelungen, den Islamischen Staat zu bezwingen. Der Kalif Ibrahim herrscht unangefochten über weite Gebiete des Iraks und Syriens.

In Ägypten ist die Herrschaft der Moslembrüder durch die Armee unter der Führung von Feldmarschall as-Sisi beendet worden. Jetzt tobt im Innern ein Machtkampf zwischen den Moslembrüdern und der Armee. Gleichzeitig kämpft die Armee im Sinai gegen Jihadisten, die dem Kalifen Ibrahim Treue geschworen haben.

Libyen gilt heute als zerfallender Staat, in dem Teile des Landes sogar dem Kalifen Treue geschworen haben. Zwei rivalisierende Regierungen im Osten und Westen beanspruchen gleichzeitig die Macht.

In Afghanistan besteht die Gefahr, dass der Nutzniesser des Bürgerkrieges zwischen der Regierung in Kabul und den Taliban der Islamische Staat sein könnte. Bereits heute hat der Kalif für Khorasan (alter Name Afghanistans) einen Gouverneur ernannt, dem etliche Abtrünnige der Taliban bereits Treue geschworen haben.

Teilweise als Folge all dieser Kriege hat sich eine riesige Völkerwanderung gebildet, die sehr bald Millionen von Menschen umfassen dürfte. Insbesondere die südlichen Staaten der EU und Ungarn sind mit der Völkerwanderung aus Syrien, Afrika und Afghanistan konfrontiert. Sollte diese Masseneinwanderung zunehmen, dann ist der baldige Zusammenbruch der Institutionen der südeuropäischen Staaten absehbar.

Ausgelöst durch den Aufruf der deutschen Bundeskanzlerin Merkel strömt die Menschenbewegung bis anhin weitgehend nach Deutschland hinein. Aufgrund der Forderungen der jungen Männer der Völkerwanderung nach einem besseren Leben könnten die deutschen Behörden bei Bewältigung dieser Aufgabe sehr bald überfordert sein. Sollte auch ein Teil der Völkerwanderung Richtung Schweiz vorstossen, wird sich auch Bern unter der Belastung zusätzlicher Asylsuchender als unfähig zur Krisenbewältigung erweisen! In einer solchen Lage könnten die kantonalen Polizeikorps, die Unterbestände aufweisen, bald nicht mehr funktionsfähig sein.

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