Aus Scham über die unter Hitler und den Nationalsozialisten durch das Dritte Reich begangenen Kriegsverbrechen und Gräueltaten hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg im kollektiven Bewusstsein der Deutschen der Pazifismus tief verankert. Dies ist verständlich in Anbetracht der Tatsache, dass das Hitler-Regime durch seine Vernichtungslager und durch den angezettelten Weltkrieg insgesamt 25 Millionen Menschen umgebracht hat. Bestimmt durch diesen Pazifismus hat Deutschland nach dem Ende des Kalten Krieges aber seine Verteidigungsausgaben auf den nicht mehr verantwortbaren Tiefpunkt von 1.2% des BSP reduziert. Dies hat zu einem bedenklichen Zustand der Bundeswehr geführt, der in Afghanistan bei Einsätzen gegen die Taliban auch vorgeführt wurde. Deshalb gilt in Fachkreisen die deutsche Bundeswehr nur noch als bedingt einsatztauglich.

Dieser Pazifismus ist neben den wirtschaftlichen Verflechtungen von Deutschland mit Russland der Grund, warum die deutsche Diplomatie die Aggressionspolitik von Putin gegenüber der Ukraine nur zögerlich bzw. gar nicht verurteilt. Die deutsche Diplomatie erweist sich in dieser für Europa gefährlichen Lage als unbrauchbar und Deutschland wirkt dabei wie ein Wirtschaftsriese auf tönernen Füssen. Dabei müssten gerade die Deutschen die Ideologie von Putin durchschauen. Ähnlich wie bei Hitler und seinen Nationalsozialisten beruht dessen Ideologie auf der Einheit des Präsidenten als Führer mit dem russischen Volk als Ethnie und der russisch-orthodoxen Religion als Doktrin. Die Putin’sche Ideologie ist als russischer Faschismus zu bezeichnen, mit der Putin Russland als Gefängnis für die Bevölkerung festigt und seine imperialen Absichten durch eine rücksichtslose Aggressionspolitik verwirklichen will. In einem ersten Schritt sollen Krim und Ukraine eingemeindet werden. In einem zweiten Schritt dürfte das Baltikum folgen. Am Ende wird er wohl eine hegemoniale Vormachtstellung von Russland über Osteuropa errichten wollen.

Die einzige Macht, die der Aggressionspolitik des russischen Führers Einhalt gebieten könnte, wären die USA. Leider wird die Weltmacht zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wie 1938 Grossbritannien, durch einen Neville Chamberlain regiert. Dessen Aussenminister hat sich auf vertrauensvolle Gespräche mit dem Putin-Abgesandten Lawrow und damit auf ein Appeasement gegenüber dem russischen Führer zu beschränken. Der Chamberlain-Obama wird noch weitere 2 Jahre im Weissen Haus regieren, so dass wenig Hoffnung auf dessen baldige Ablösung durch einen Winston Churchill besteht.