2011-04-17_BuchProf. Dr. Albert A. Stahel hat im oben genannten Buch einen Artikel mit folgendem Titel verfasst: THE EVOLUTION OF STRATEGIC THOUGHT SINCE THE 19TH CENTURY: THE GERMAN MOLTKE-SCHLIEFFEN-LUDENDORFF-TRIAD VS. BRITISH LIDDELL HART

Thesen und Schriften der strategischen Denker reichen von der Antike bis heute. Diese reichhaltige Literatur ist immer noch der Gradmesser, wie im vorliegenden Werk durch verschiedene Autoren nachgewiesen wird, für die heutige und zukünftige Strategie und Kriegführung der Grossmächte. Auf der Grundlage der Kriegsphilosophie von Carl von Clausewitz (1780-1831) haben  Helmuth von Moltke (1800-1891), der Feldherr in den Kriegen von 1866 und 1870/71, Alfred von Schlieffen (1833-1913), der Schöpfer des Operationsplanes eines Super-Cannae gegen Frankreich und Erich Ludendorff (1865-1937), der Erste Generalquartiermeisters des Deutschen Reichs im Ersten Weltkrieg und der Begründer des Totalen Krieges, das strategische und militärische Denken in Deutschland bis 1945 wesentlich beeinflusst. Ihr Denken und ihre Thesen waren auf den Sieg durch die Vernichtung des Gegners gerichtet. Sie sind der Dreiklang eines strategischen Denkens, das im Ergebnis in die Niederlage von 1945 mündete. Im Gegensatz zu den Thesen dieses Dreiklangs steht der Brite Basil Henry Liddell Hart (1895-1970), der eine Strategie des Indirekten Vorgehens mit dem Einsatz von List und Täuschung im Kriege befürwortete. Wie im Beitrag THE EVOLUTION OF STRATEGIC THOUGHT SINCE THE 19TH CENTURY: THE GERMAN MOLTKE-SCHLIEFFEN-LUDENDORFF-TRIAD VS. BRITISH LIDDELL HART von Albert A. Stahel aufgeführt wird, wären die deutschen Generalstabsoffiziere in der Vergangenheit gut beraten gewesen, wenn sie die Thesen von Liddell Hart zur Kenntnis genommen hätten, anstatt jene des Dreiklangs ohne Überprüfung zu befolgen. Niederlagen, die bis zum jetzigen Afghanistankrieg andauern, wären Deutschland vielleicht erspart worden.

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